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04.07.2013 | CDU-Fraktion Berlin
Kirchen brauchen mehr Mut für mitreißende Konzepte
Die Mitgliederzahlen der christlichen Kirchen sind weiterhin rückläufig. Binnen fünf Jahren sank die Mitgliederzahl der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) nach aktueller Statistik der EKD um rund 2 Millionen auf 23,6 Millionen. Im selben Zeitraum ging die Mitgliederzahl der Katholischen Kirche in Deutschland um 1,5 Millionen auf 24,5 Millionen zurück. Für die CDU-Fraktion Berlin ein deutliches Zeichen dafür, dass die Kirchen ihre Reformbemühungen vorantreiben müssen.
Cornelia Seibeld, kirchenpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Berlin

Die kirchenpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Berlin, Cornelia Seibeld, erklärt zur gestern veröffentlichten Jahresstatistik der Evangelischen Kirche in Deutschland:

"Die Mitgliederentwicklung der christlichen Kirchen ist sehr bedauerlich und sollte nicht nur die Kirchenleitenden aufhorchen lassen. Dass Ende 2011 immerhin noch 61,5 Prozent aller Deutschen einer christlichen Kirche angehörten, unterstreicht zwar nach wie vor die Bedeutung der Kirchen für unsere Gesellschaft, aber der anhaltende Mitgliederschwund ist weiterhin ungebremst.

Die Kirchen sind wichtige Stimmen gerade auch in der Sozialpolitik. Sie mahnen teilweise zu Recht politisches Handeln an und tragen mit ihrer Grundhaltung dazu bei, dass die politischen Akteure alle im Blick behalten.

Jedoch muss sich die Evangelische Kirche fragen lassen, ob sie es sich nicht zu einfach macht, wenn sie die Gründe für den anhaltenden Abwärtstrend allein auf die Nachwirkungen der DDR, auf steuerliche Belastungen oder den 'Zuzug nicht-christlicher Ausländer' zurückführt. Das ist fast so, als ob eine politische Partei nach einer Wahl den Verlust von zehn Prozentpunkten nur mit dem demographischen Wandel erklären würden.

Als evangelische Christin ermutige ich die Kirchen, ihre Reformbemühungen voranzutreiben und noch stärker alles dafür zu tun, wieder im Mittelpunkt der Gesellschaft anzukommen. Dafür braucht es nicht nur mitreißende Konzepte z.B. für Familiengottesdienste, sondern auch gezielte Investitionen beispielsweise in die kirchliche Jugendarbeit."

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