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17.06.2013 | CDU-Fraktion Berlin
Reformation und Politik
Auf Einladung von Bischof Dr. Markus Dröge nahm unsere kirchenpolitische Sprecherin Cornelia Seibeld am Samstag, den 15.06.2013, neben dem ehemaligen Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier an der Podiumsdiskussion "Reformation und Politik" teil.
Im Jahr 2017 steht das 500. Jubiläum der Reformation an. Schon jetzt läutete die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz den Auftakt zu diesem Jubiläum ein.

Zu Beginn eines Workshops der Evangelischen Kirche lud der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Dr. Markus Dröge, neben dem SPD-Bundestagsabgeordneten Frank-Walter Steinmeier auch unsere 1. Stellvertretende Vorsitzende und neue kirchenpolitische Sprecherin, Cornelia Seibeld, zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Reformation und Politik" ein.

An ein kurzes Impulsreferat des Oberkonsistorialrates Dr. Martin Richter zum Verhältnis von Staat und Kirche und dessen Entwicklung seit dem 18. Jh., schloß sich unter der Moderation von Pfarrer Dr. Krebs (Reformierte Gemeinden in der EKBO) ein vor allem von ethischen Fragen dominiertes Gespräch an. Die Frage von Krieg und Frieden oder etwa PID wurden mehrfach behandelt und die schwierigen Abwägungsprozesse, die damit verbunden sind, erläutert.

Weiterhin schilderten die Politiker, an welcher Stelle sie in ihrem politischen Leben zum ersten Mal mit religiösen Themen in Berührung kamen und auch ihren eigenen Glauben und Überzeugungen auf die Probe stellen mussten. Cornelia Seibeld führte das Volksbegehren "Pro Reli" und die Ladenöffnung an Adventssonntagen an, gegen welche sie seinerzeit im Abgeordnetenhaus gestimmt hatte. Die weitere Ausweitung der Ladenöffnungen hätte zu einem weiteren Angriff auf Tradition und Kultur geführt, so Cornelia Seibeld. Die wirtschaftlichen Interessen hätten in diesem Fall zurückstehen müssen. In der Pro-Reli-Frage kritisierte sie die zögerliche Haltung der Kirchen in Bezug auf die sie unterstützenden Parteien.

Kurz gingen die Teilnehmer auch auf die Herausforderungen einer zunehmend pluralistischeren Gesellschaft und den dann und wann auftretenden Infragestellungen der Staatskirchenverträge ein. In Bezug auf die pluralistische Gesellschaft mahnte Cornelia Seibeld an, unter Toleranz und Integrationsbemühung nicht zu verstehen, die eigenen Werte und Ideale hinten anzustellen und einer radikalen Laizität das Wort zu reden. Hier müsse stattdessen lebhaft, selbstbewusst und zuweilen auch kämpferisch der eigene (christliche) Standpunkt vertreten und auch verteidigt werden.

In der Schlussrunde wünschte sich Cornelia Seibeld mehr Offenheit und eine lebhaftere Beteiligung der Kirchengemeinden an politischen Fragestellungen und Kandidatenrunden in den Wahlbezirken.


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